[Rezension] Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern – Vic James

Inhalt:

Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.
Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird. Die Arbeit dort ist besonders hart.
Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.

Quelle: S.Fischer Verlag

Buchinfos:

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern* | Autor: Vic James | Serie: Dark Palace #1 | Seiten: 448 | Einband: gebunden | Erschienen am: 22.08.2018 | ISBN: 978-3-8414-4010-5 | Preis (D): 18,99€ | Verlag: FJB

Meine Meinung:

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.

Und um diese Zeit so gut wie möglich zu überstehen, entschließt sich Familie Hadley, die zehn Jahre gemeinsam auf dem herrschaftlichen Landsitz der Familie Jardine abzudienen. Dass die jüngste Tochter Daisy gerade einmal 10 Jahre alt und Luke mit siebzehn Jahren auch noch ist volljährig ist, lässt die Familie in dem Glauben, dass sie die zehn Jahre gemeinsam verbringen können. Schließlich gibt es ein Gesetz, sodass minderjährige nicht von ihrer Familie getrennt werden dürfen. Doch natürlich kommt es anders als gedacht, denn für Luke gibt es keinen Verwendungszweck auf dem Landsitz. Und so wird er entgegen aller Vorschriften nach Millmoor, der gefürchteten Sklavenstadt, gebracht.
Luke findet dort schnell Anschluss und eine Möglichkeit, etwas für die Sklaven zu bewirken, während seine Eltern und die beiden Schwestern Abi und Daisy den Intrigen und Machtspielen der Adeligen ausgesetzt sind.

Die Buchidee hatte mich extrem neugierig auf diese Geschichte gemacht, denn ich lese gerne Titel, die diese Richtung einschlagen. Und der Gedanke, zehn Jahre meines Lebens zu opfern, damit die Adeligen sich nicht überanstrengen müssen, hat sein übriges getan. Doch so spannend diese Ausgangssituation auch klingt, umso schwerer ist mir der Einstieg in die Geschichte gefallen. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil liegt oder daran, dass das Buch aus mindestens vier verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, aber ich habe ewig gebraucht, um in das Geschehen hineinzukommen. Durch die ständigen Wechsel der Erzählperspektive wurden spannende Szenen natürlich auch immer wieder unterbrochen und auch wenn das vielleicht normalerweise für Spannung sorgen soll, hat es mich auf Dauer leider sehr gestört.

Letztlich war es nur die Thematik um Luke und die Sklavenstadt Millmoor, die mich gefesselt und dafür gesorgt hat, dass ich weitergelesen habe, denn Luke war der einzige Charakter, der mir gut gefallen hat. Vielleicht liegt das aber auch an seiner spannenden Entwicklung, denn Luke lernt schnell dazu und die harte Arbeit stärkt seinen Körper. Als er eines Tages die kleine Renie kennenlernt, geht es richtig rund. Aus ein paar einfachen Botengängen werden ernstzunehmende Aufträge und ehe sich Luke versieht, hat er Freunde gefunden und befindet sich im Kampf gegen die Ebenbürtigen.

Die Unterteilung der Gesellschaft in zwei Klassen oder das man in seiner Sklavenzeit keine Rechte mehr hat und Eigentum der Ebenbürtigen ist, erscheint einem am Anfang echt heftig. Und gerade dieser Schock hat meine Neugier entfacht. Am liebsten habe ich die Szenen gelesen, in denen es um Luke und Millmoor ging, denn die verdreckte und heruntergekommene Sklavenstadt hat mich in seinen Bann gezogen. Die Sklaven leben dort auf engstem Raum, haben keine Privatsphäre und arbeiten von Montag bis Samstag in den ihnen zugewiesenen Fabriken.

Und während mich Lukes Geschichte vollkommen fasziniert hat, fand ich die Geschehnisse auf dem Landsitz der Familie Jardine einfach nur langweilig. Politik, Intrigen und Machtspielchen konnten mich nicht für sich einnehmen und auch die kleine Romanze von Lukes Schwester Abi hat da nicht viel rausgerissen. Schade eigentlich, denn normalerweise bin ich ein großer Fan von Büchern, die inhaltlich diese Richtung einschlagen.

Dark Palace hat mich leider nicht überzeugen können, obwohl ich die Grundidee des Buches sehr mochte. Die Autorin sprüht nur so vor Ideenreichtum – Ein Aspekt, den man an jeder Ecke wahrnimmt, denn sie hat da ein spannendes und nicht immer leicht zu durchschauendes Geflecht an Handlungssträngen erschaffen, das mich stellenweise aber auch ein wenig erschlagen hat. Manchmal ist es mir tatsächlich schwer gefallen am Ball zu bleiben und die ganzen Namen, Figuren und Intrigen nicht durcheinander zu werfen.

Bewertung:

Ich mochte die Buchidee zu Dark Palace wirklich sehr, aber die Umsetzung der Handlung, die Charaktere und vielen verschiedenen Erzählperspektiven haben bei mir eher für Verwirrung und Desinteresse, als für mitreißende Lesestunden gesorgt.

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