[Rezension] Die Pferde von Eldenau – Galopp durch die Brandung – Theresa Czerny

Inhalt:

Jannis’ Turnierambitionen sind im Moment auf Eis gelegt, denn Dari, sein vielversprechendes Springpferd, lässt sich nach einem traumatischen Erlebnis noch nicht wieder reiten. Stattdessen hilft er Frida, ihr Pony Liv für das alljährliche Strandderby fit zu kriegen. Das Derby hat Tradition: Seit Jahren schon ist es das Ereignis für Gut Eldenau, dementsprechend begeistert stürzen sich alle in die Vorbereitungen. Doch dann wird bei einem Reitunfall ein Mädchen verletzt und die Pferde des Guts geraten in Verruf. Sogar das Strandderby wird abgesagt. Ihre Ponys sollen unberechenbar sein? So ein Quatsch, findet Frida. Irgendwie müssen Jannis und sie das Gegenteil beweisen und damit nicht nur das Ansehen des Guts, sondern auch das Strandderby retten.

Quelle: Magellan

Buchinfos:

Die Pferde von Eldenau – Galopp durch die Brandung* | Autor: Theresa Czerny | Serie: Die Pferde von Eldenau #2 | Seiten: 320 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 16.01.2019 | ISBN: 978-3-7348-5039-4 | Preis (D): 15,00€ | Verlag: Magellan

Meine Meinung:

Der zweite Band von Die Pferde von Eldenau war eines der Bücher, auf dessen Erscheinungstermin ich mich in 2019 am meisten gefreut habe. Band 1 ist letztes Jahr eines meiner Jahreshighlights gewesen und aus diesem Grund war ich natürlich unheimlich gespannt, wie es nun mit Frida, Jannis und Dari weitergehen wird.

Jannis Pferd Dari lässt sich immer noch nicht reiten – Turniere stehen somit nicht an und Jannis hat jede Menge Zeit. Diese investiert er daher gerne in Frida und ihr Pony Liv. Schließlich steht im Sommer das große Strandderby an – Das Jahreshighlight auf dem Gut Eldenau. Doch wie immer kommt natürlich alles anders als gedacht. Als Frida und Jannis eine Gruppe Biker anschwärzen, die sich mit ihren Motorrädern im Naturschutzgebiet aufhalten und die Wildpferde verrückt machen, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Das Gut scheint plötzlich vom Pech verfolgt zu sein. Erst hat Frida einen Fahrradunfall, dann wird eine Reitschülerin schwer verletzt und zu guter Letzt hagelt es im Internet einen regelrechten Shitstorm. Die Pferde des Guts sollen unberechenbar sein und der Bürgermeister zieht daraus heftige Konsequenzen. Das Derby wird abgesagt und nicht nur Frida, sondern auch ihre ganze Familie steht unter Schock. Doch so schnell lassen sich Jannis und Frida nicht kleinkriegen. Sie müssen das Ansehen des Guts und das Derby retten – komme, was da wolle.

Das klingt doch alles ziemlich spannend, oder? Und ich kann euch sagen: das ist es auch. Mit Galopp durch die Brandung ist der Autorin eine fabelhafte Fortsetzung zum ersten Band gelungen, die beim Lesen mindestens genauso Spaß macht. Wie auch schon im ersten Band geht es hier um so viel mehr, als um eine stinknormale Pferdegeschichte. Auch Galopp durch die Brandung ist tiefgreifender, als man zunächst annehmen mag. Neben der Sache mit den Bikern, die absolut respektlos und ohne Rücksicht auf Verluste mit Tieren, der Natur und ihren Mitmenschen umgehen, rückt auch die Beziehung von Jannis und Frida immer mehr in den Vordergrund.

Während die beiden im letzten Band gute Freunde geworden sind und man zwischen den Zeilen ein paar Funken sprühen sehen konnte, merken sie jetzt allerdings, dass da vielleicht doch etwas mehr ist. Jannis wird hier und da sogar mal von seiner Eifersucht getrieben, während Frida ein wenig länger braucht um zu erkennen, dass Jannis doch wirklich ein süßer Typ ist.

Neben all dem Chaos um die Biker, das abgesagte Derby und um Jannis und Frida, stehen natürlich auch die Pferde wieder im Fokus. Da Dari sich immer noch nicht reiten lässt, arbeiten Frida und Jannis hart mit ihr und die Arbeit zahlt sich aus. Selbstverständlich schildert die Autorin auch einige Rückschläge, was mir besonders gut gefallen hat, da es das Geschehen einfach so authentisch macht. Insgesamt wird der Umgang und die Arbeit mit den Pferden in diesem Buch absolut realistisch beschrieben – so muss das sein. Als echter Pferdefan und Reiter geht einem da das Herz auf.

Besonders Jannis und Dari haben mich in diesem Buch berührt. Warum, das solltet ihr am besten selbst nachlesen. Aber auch Frida hat mir wieder gut gefallen. Ebenso, wie die ganzen Nebencharaktere, die ich auch in Band 1 schon sehr mochte.

Eine Sache geht mir aber nach wie vor nicht aus dem Kopf. In meiner Rezension zu Band 1 hatte ich schon angemerkt, dass ich kaum glauben kann, dass Jannis und Frida noch so jung sind. Und auch in diesem Buch hatte ich damit wieder Schwierigkeiten. Die beiden wirkten auf mich viel reifer und erwachsener und wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich sie mindestens 2 Jahre älter eingeschätzt.

Zu guter Letzt kann ich auch nur dieses Mal wieder vom Setting schwärmen. Theresa Czerny beschreibt die Landschaft so toll, dass ich mich am liebsten direkt ins Auto setzen würde, um an die See zu fahren.

Insgesamt hat mir das Buch unheimlich gut gefallen. So geht es in Galopp durch die Brandung um Freundschaft, Vergebung, Vertrauen und Respekt. Die Bindung zwischen Mensch und Pferd ist so wunderbar emotional beschrieben, dass mich gerade diese Szenen sehr berührt haben. Aber auch die Liebe zur Natur und Umwelt wird thematisiert, ebenso wie diejenigen, die mit dem kostbaren Gut unserer Erde leider nicht umzugehen wissen. Ich finde es ganz toll, wie ausgewogen Theresa Czerny über diese Punkte schreibt. Wie sie eine Balance findet zwischen einer einfühlsamen und spannenden Geschichte und lehrreichen Szenen, die einen noch Tage danach zum Nachdenken bringen.

Bewertung:

Die Fortsetzung der Buchreihe steht seinem Vorgänger in absolut nichts nach. Gefühlvolle magische Momente zwischen Mensch und Tier stehen ebenso im Fokus wie eine spannende, authentische Geschichte. Ich bin schon jetzt gespannt, was mich im nächsten Band erwarten wird.

 

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