[Rezension] Hazel Wood – Wo alles beginnt – Melissa Albert

Inhalt:

Geh hin, wo alles beginnt … Hazel Wood zieht alle in seinen Bann.

Seit Alice denken kann, wird sie vom Unheil verfolgt. Dann stirbt ihre Großmutter, die mysteriöse Märchenerzählerin Althea Proserpine, und kurz darauf verschwindet Alices Mutter spurlos. Zurück bleiben die Worte „Halt dich fern von Hazel Wood”. Alice spürt, dass sie ihre Mutter erst wiedersehen wird, wenn sie an den Anfang ihrer eigenen Geschichte geht. Schritt für Schritt entdeckt sie eine unheimliche Wahrheit. Um endlich frei zu sein, bleibt Alice nur eine Wahl: Sie muss nach Hazel Wood … Dorthin, wo alles beginnt.

Ein Roman wie ein Rausch: Herausragender, international gefeierter All-Ager mit absoluter Sogwirkung, düsteren Märchenelementen, eingebettet in das urbane Setting New Yorks.

Quelle: Oetinger

Buchinfos:

Hazel Wood – Wo alles beginnt* | Autor: Melissa Albert | Seiten: 352 | Einband: gebunden | Erschienen am: 20.08.2018 | ISBN: 978-3-7915-0085-0 | Preis (D): 19,00€ | Verlag: Dressler 

Cover:

Das Cover ist einfach nur wunderschön – Es funkelt und schimmert und die kleinen Blätter sind wirklich tastbar. Wow!

Meine Meinung:

Alice und ihre Mutter sind immer auf Wanderschaft. Vom Unheil verfolgt flüchten sie von einem Ort zum nächsten und finden dabei nie Ruhe. Die merkwürdigen Vorkommnisse holen sie immer wieder ein, bis eines Tages Alices Großmutter verstirbt. Kurz danach verschwindet auch noch ihre Mutter und Alice ist sich sicher, dass sie nur hinter das “Geheimnis” kommen kann, wenn sie sich auf den Weg nach Hazel Wood macht. Den Ort, den sie tunlichst meiden sollte…

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen und anfangs war ich noch gespannt auf das, was mich wohl als nächstes erwarten würde. Doch die Ernüchterung kam schnell. Im Verlauf des Buches fiel es mir zunehmend schwerer der Geschichte zu folgen und ich habe mich immer wieder gefragt, wann es denn nun endlich richtig losgehen würde. Der Schreibstil hatte für mich an Sogwirkung verloren und die Atmosphäre war mir einfach zu drückend und düster, sodass es mir wenig Spaß machte den Inhalt weiter zu verfolgen. Zusätzlich fand ich den Schreibstil auf Dauer echt ermüdend, denn obwohl die Autorin sich mit den Details nicht zurückgehalten hat, konnte ich mir das Erzählte nur schwer bildlich vorstellen. Die ganzen Details haben mich nach und nach auch noch völlig erschlagen und irgendwie im Lesefluss ausgebremst. Die Geschichte zog sich wie ein Kaugummi und ich muss ganz ehrlich sagen: ich war einfach nur froh, als es vorbei war.

Wenn einem die Umsetzung der Story nicht so gefällt, dann sollten wenigstens die Charaktere punkten. Aber leider war auch das nicht der Fall. Sämtliche Figuren sind mir völlig fern geblieben, mir fehlte die Tiefe und ich konnte mich einfach nicht mit ihnen identifizieren. Alice war mir sogar einfach nur unsympathisch und das ganze Erzähle um ihre ominöse Großmutter Althea Proserpine ging mir irgendwann völlig auf die Nerven. Ihr seht also schon – ich konnte keinerlei Bindung aufbauen.

Bleibt noch das Setting… Und ich kann euch sagen, dass mir selbst das Setting nicht gefallen hat. Bei Hazel Wood handelt es sich um das alte Anwesen von Alices Großmutter und natürlich spielt sich der Buchinhalt nicht nur dort ab. Dennoch habe ich mich als Leser in der gesamten Szenerie einfach nicht wohlgefühlt. Ich liebe Märchen, ich liebe Fantasy und meinetwegen darf ein Buch auch gerne mal düster sein. Aber Hazel Wood hat mich einfach vollends erdrückt.

Vielleicht hatte ich auch einfach falsche Erwartungen, denn im Zusammenhang mit dem wunderschönen Cover und dem Wort Märchen habe ich jedenfalls nicht so eine teilweise brutale, dunkle und leider auch langweilige Geschichte erwartet. Es gibt immer wieder mal Bücher, mit denen man einfach nicht warm wird und in deren Geschichte man einfach nicht hineinfinden kann – Hazel Wood war für mich so ein Buch. Die Idee des Buches war nett und anders als erwartet, die Figuren waren schrecklich, der Schreibstil zog sich elendig hin, das Setting hat mir ein ungutes Gefühl verpasst und das Feeling beim Lesen war mir zu düster. So leid es mir tut, aber das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen.

Bewertung:

Hazel Wood ist ein besonderes Buch, das bestimmt nicht jedem gefallen wird. Wer Lust auf eine ungewöhnliche Geschichte in düsterer Atmosphäre hat, der wird mit diesem Buch ganz sicher glücklich werden. Meins war es leider nicht…

 

2 comments

  1. Aleshanee says:

    Oh, das ist ja echt schade! Ich fand das Buch super, ich mochte den Schreibstil, die Atmosphäre, die Charaktere und vor allem den Verlauf 😉
    Aber das Buch spaltet die Meinungen eh sehr …

    Ich hoffe, dein nächstes gefällt dir besser!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  2. Freigeistbloggerin says:

    Ich fand das Buch auch erst ganz interessant, aber den Schreibstil mochte ich in der Leseprobe dann nicht so. Ich bin auch nicht so ein Fan von Düsternis, weswegen ich mir mit dem Buch nicht sicher war.
    Hab deine Rezension sehr gern gelesen:)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Geht klar!