[Rezension] Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton

Inhalt:

Seit Tagen regnet es und Jonna kennt wenig, das blöder ist als dieses Regengrau. Höchstens, dass sie sich mit Tilmann verkracht hat, weil der vor den Jungs mal wieder mit Skateboardtricks angibt, die er gar nicht kann. Da passt es Jonna überhaupt nicht, dass sie das
Wochenende mit ihrer Oma verbringen soll. Mit der alten Hexe, wie ihre Eltern sie heimlich nennen, die einen komischen, raschelnden Schuhkarton mit sich herumträgt und überhaupt ziemlich seltsam ist. Und mindestens so mürrisch wie Jonna selbst. Na, das kann ja lustig werden. Wird es auch, aber ganz anders, als Jonna es sich vorgestellt hat, und viel bunter dazu!

Quelle: Magellan

Buchinfos:

Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton* | Autor: Nikola Huppertz | Seiten: 160 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 17.07.2018 | ISBN: 978-3-7348-4116-3 | Preis (D): 13,00€ | Verlag: Magellan 

Cover:

Das Cover zeigt Jonna und ihre Oma im Skatepark. Mit dabei: der heißgeliebte Schuhkarton von Oma Bärbel, gefüllt mit den wichtigsten Erinnerungen aus ihrem Leben. Das Cover ist farbenfroh gehalten, beschränkt sich bei der Farbwahl aber nicht auf eine Zielgruppe, sodass sowohl Jungs als auch Mädchen den Titel interessant finden dürften. Ich mag die Illustrationen und fand es schön, einige davon auch im Buch wiederzufinden.

Meine Meinung:

Jonna hat sich mit ihrem besten Freund Tilmann verkracht. Dieser gibt nämlich liebend gerne mit irgendwelchen verrückten Skateboardtricks vor den anderen Jungs an. Da er die Tricks aber mehr schlecht als recht beherrscht, läuft er eher Gefahr sich zu verletzen, als cool dabei auszusehen. Ohne ihren besten Freund steht Jonna nun ein trostloses und verregnetes Wochenende bevor, das sie ausgerechnet mit ihrer Oma Bärbel verbringen soll, die von Jonnas Eltern heimlich immer nur “alte Hexe” genannt wird. Nicht nur Jonna weiß nicht, was sie von diesem Wochenende halten soll. Auch Oma Bärbel ist von ihrer mürrischen Enkelin nicht ganz so begeistert. Schnell merken die beiden allerdings, dass sie irgendwie doch auf einer Wellenlänge sind. Und so begeben sie sich in ein turbulentes Wochenende…

Jonnas Eltern sind ja echte Schlitzohren. Sie lassen Jonna denken, dass diese das Wochenende auf Oma Bärbel aufpassen soll und umgekehrt. Doch Jonna und ihre Oma kommen den beiden auf die Schliche. Oma Bärbel ist keine alte Hexe. Zwar steht sie ein bisschen auf Hokuspokus, Kräuter, Räucherstäbchen und ähnliches, aber ansonsten ist sie schwer in Ordnung. Sie hilft Jonna bei ihrem Problem mit Tilmann, macht trotz ihrer Hüftprobleme im Skatepark eine gute Figur und schleicht sich so mehr und mehr in Jonnas Herz. Jonna ist Einzelkind und wenn sie Tilmann nicht hat, fühlt sie sich schnell alleine. Ich mochte Jonna aber wirklich gerne, denn die Freundschaft zwischen ihr und Tilmann zeigt wunderbar, worauf es bei echten Freunden ankommt.

Mir hat die Idee des Buches sehr gefallen, da sie so authentisch war. Krach mit den besten Freunden, ein Umzug ins Seniorenheim und das Verarbeiten der Kindheit sind zentrale Themen, die unterschiedliche Figuren in dem Buch betreffen und damit eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten liefern. Dabei ist die Geschichte aber total lustig und unterhaltsam und es macht wirklich Spaß, dem Geschehen zu folgen. Besonders interessant war auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Jonna und ihrer Oma, die sich eigentlich kaum kennen, sich dennoch aber ähnlicher sind als gedacht. Letztlich ist mir das Herz aufgegangen, als Jonna und ihre Oma am Ende des Wochenendes ein Herz und eine Seele sind.

Bewertung:

Tolles Buch, schöne Message und gelungene Entwicklung der Figuren. Dabei unterhaltsam, witzig, spaßig und erfrischend.

 

 

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