[Rezension] Federleicht – Wie der Klang der Stille – Marah Woolf

Inhalt:

Zwischen den Welten, mitten ins Herz. Eliza ist fest entschlossen, ein normales Leben zu führen und Cassian zu vergessen. Schließlich weint er ihr sicherlich keine einzige Träne nach. Als ihr Vater unverhofft von einer Ausgrabung zurückkehrt und Eliza in den Besitz einer geheimnisvollen Schatulle gelangt, wird sie in ein neues dunkles Abenteuer verwickelt. Und plötzlich braucht Eliza Cassians Hilfe. Wird er sie retten können?

Buchinfos:

Federleicht – Wie der Klang der Stille* | Autor: Marah Woolf | Serie: Federleicht #3 | Seiten: 372 | Einband: broschiert | Erschienen am: 01.06.2018 | ISBN: 978-3-841-50531-6 | Preis (D): 13,00€ | Verlag: Oetinger

Cover:

Das Cover sieht genauso aus, wie bei den beiden Vorgängerbüchern. Lediglich die Farbe ist anders. Dieses Mal steht eine andere Aureole im Vordergrund und es lässt sich schnell erkennen, dass es sich dabei um die Flöte handelt. Ich persönlich finde es toll, dass die Cover sich nie groß verändern und das immer das Symbol, das am wichtigsten ist, im Mittelpunkt steht.

Meine Meinung:

Eliza hat sich vorgenommen Cassian und die Welt der Elfen zu vergessen. Nur leider klappt das nicht besonders gut. Und als dann auch noch ihr Vater unangekündigt von einer Ausgrabung zurückkehrt, steht ihre Welt Kopf. Ihr Vater hat ein Geheimnis, verbirgt geheime Unterlagen und führt Gespräche mit gruseligen Typen. Eliza ist natürlich neugierig und gerät, wie immer, in eine Geschichte hinein, von der sie besser Abstand gehalten hätte. Als sie dann auch noch in den Besitz einer alten Schatulle kommt, ist sie ausgerechnet auf Cassians Hilfe angewiesen…

Mittlerweile weiß ich, dass jedes Buch eine andere Aureole fokussiert. Umso erstaunter war ich, dass die Flöte hier gar nicht direkt eine zentrale Rolle spielt, sondern das es vielmehr um die geheimnisvolle Schatulle geht, die Eliza nach dem Tod eines Professors übergeben bekommt. Die Atmosphäre ist von Anfang ziemlich düster und verwegen, wodurch sich dieser Band der Buchreihe klar von seinen Vorgängern unterscheidet und mich umso mehr fesseln konnte. Die Geschichte entwickelt dadurch sehr schnell einen gewissen Spannungsbogen und obwohl sich Eliza gerne in Mitleid suhlt und Cassian nachtrauert, wirkt das Buch überhaupt nicht träge oder überschattet davon.

Erstaunlicherweise sind mir in diesem Buch viele Parallelen zu Harry Potter u.ä. aufgefallen, was den Eindruck erweckt hat, dass die Autorin für die Geschichte nicht genug eigene Ideen hatte. Dazu muss man wissen, dass sich die Story in diesem Buch erheblich weiterspinnt. Es geht nicht mehr nur um Menschen und Elfen, sondern auch um Zauberer, Wasserwesen und Magier. Ich kann verstehen, dass es schwer ist, das alles plausibel und möglichst individuell unter einen Hut zu bringen. Insgesamt fand ich das Setting und den Handlungsverlauf auch sehr gelungen und wenn man kein Problem mit ein paar Parallelen in einigen Szenen hat, dann sollte dieser Punkt auch nicht zu sehr ins Gewicht fallen.

Insgesamt ist Band 3 dieser Buchreihe durchweg spannend und fesselnd, was wohl der düsteren, magischen und gefährlichen Stimmung geschuldet ist. Nichtsdestotrotz mangelt es nicht an Humor und Zankereien und ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Das Knistern zwischen Eliza und Cassian ist nach wie vor da und wird ein ums andere Mal thematisiert, ohne langweilig zu werden. Cassian hat in diesem Band verhältnismäßig wenig Auftritte, was aber überhaupt nicht schlimm war. Eliza konnte sich dadurch als Person viel besser entfalten, sodass ich ihre überaus sympathischen Charakterzüge besser kennenlernen konnte. Letztlich hat mich Eliza aber mit ihrem Mut und ihrer Stärke beeindrucken und somit auch gerne mal über die eine oder andere naive Entscheidung hinwegtäuschen können.

Neben altbekannten Charakteren gibt es auch einige neue Figuren. Endlich gibt es richtige Bösewichte, die uns sicher noch einige Zeit verfolgen werden. Die Antagonisten haben ganz schön Schwung in die Bude gebracht und waren nicht immer vollkommen zu durchschauen, was das Ganze noch reizender gemacht hat.

Alles in allem hat mir das Buch wieder einmal wirklich gut gefallen. Ich habe den Inhalt als eine gesunde Mischung aus Alltag und magischen Problemen empfunden, was die Geschichte sehr authentisch gemacht hat. Ich fand es schön, dass auch immer wieder mal auf den bevorstehen Abschluss von Sky, Frazer und Eliza eingegangen und die Beziehungen in Elizas Familie thematisiert wurden.

Bewertung:

Wie der Klang der Stille ist eine absolut gelungene und eher düstere Fortsetzung, die gerade aufgrund der Atmosphäre und der weitreichenden inhaltlichen Entwicklung bei mir punkten konnte.

 

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