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[Buch vs. Hörbuch] Liest du noch oder hörst du schon?

Hallo ihr Lieben,

lest ihr noch oder hört ihr schon? Das haben Mister Fox und ich uns auch gefragt und deshalb einen kleinen Vergleich auf die Beine gestellt. Heute heißt es daher Buch vs. Hörbuch***.

Ich gebe ja zu, dass ich lange Zeit überhaupt keinen Zugang zu Hörbüchern hatte. Außer wenn ich krank war und mich am liebsten nicht mehr vom Sofa wegbewegen wollte… Wer kennt das nicht? Seitdem ich aber nicht mehr zu Hause wohne und regelmäßig längere Fahrten in die Heimat unternehme, habe ich Hörbücher als buchige Alternative regelrecht lieb gewonnen.

Während ich als Bücherfuchs natürlich richtige Bücher liebe, sie gerne in den Händen halte oder in meinem Regal aufstelle, habe ich aber auch bei Hörbüchern einen gewissen Vorteil entdecken können. Nach einem langen Arbeitstag habe ich manchmal einfach nicht den Kopf, um mich selber zum Lesen durchzuringen. Ich möchte einfach nur noch abschalten, mich aufs Sofa legen und dennoch einer Geschichte folgen. Da ist es doch schön, wenn jemand einem das gewünschte Buch vorliest. Ganz wie in alten Zeiten als Gute-Nacht-Geschichte mit den Eltern. Als Kind habe ich unwahrscheinlich gerne die Harry Potter-Bücher als Hörbücher gehört. Denn diese waren ja teilweise richtige Schmöker und ich war, zumindest als Kind, dem Lesen noch nicht sonderlich zugetan. Kaum vorstellbar, oder?

Wenn ich mir ein Hörbuch aussuche, ist für mich eine schöne und angenehme Vorlesestimme das Totschlagkriterium. Deswegen bin ich immer froh, wenn ich in das Hörbuch vorab reinhören kann. Oftmals bin ich dabei völlig überrascht worden und war nach wenigen Sekunden schon vollkommen in der Geschichte gefangen. Ich habe aber festgestellt, dass beim Selberlesen der Kopf einfach intensiver arbeitet. Dafür kann ich beim entspannten Hören mehr auf die Details achten, die sonst an mir vorbeigezogen wären. Auch Stimmung und Atmosphäre sind besser spürbar und ein guter Vorleser weiß, wie er Dialoge und Szenen betonen und verpacken muss, damit sie nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Was habe ich schon gelacht, mich gegruselt oder mitgefiebert, wenn ein Hörbuch/ Hörspiel spannend vorgetragen wurde. Und ja: ihr habt richtig gelesen. Es gibt beides. Der Unterschied zwischen einem Hörbuch und einem Hörspiel ist allerdings nur, dass ein Hörbuch meist nur von einem Sprecher gelesen wird, während bei einem Hörspiel alle Charaktere anders besetzt sind. Vor einiger Zeit habe ich ein Hörspiel gehört und da fand ich es besonders toll, dass sogar die Originalstimmen aus dem Film verwendet wurden.

Ehrlich gesagt höre ich Hörbücher weniger zu Hause, dafür aber umso mehr im Auto. Während einer langen Autofahrt oder auf dem täglichen Weg zu Arbeit ist ein Hörbuch praktisch. Schließlich kann man nicht lesen, wenn man selber fährt. Oder wie in meinem Fall: ich kann aufgrund von starker Reiseübelkeit eigentlich gar nicht im Auto lesen. Ziemlich blöd, wenn man lange unterwegs ist und die Zeit nicht nutzen kann. Aber so bin ich zu den Hörbüchern gekommen. Denn ich habe mich gefragt: wie überbrücke ich einen lästigen Stau, wie lenke ich mich ab und wie nutze ich die viele Zeit im Auto, in der ich als absoluter Buchnerd nicht lesen kann? Ich lasse mir vorlesen!

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, dies zu tun und für unsere ständig mobile Generation kommen da Plattformen wie zum Beispiel audible wirklich gelegen. Im Alltag möchte ich meine Bücher aber nicht missen. Daher nehme ich immer ein Buch mit. Ohne gehe ich gar nicht aus dem Haus, denn dann würde mir irgendwie etwas fehlen. Bücher haben weiterhin einen großen Stellenwert in meinem Lesealltag und ich kann mir eine Mittagspause ohne Buch zum Beispiel nur schwer vorstellen. Die Mittagspause ist aber auch ein Zeitpunkt, bei dem ich mit einem Hörbuch leider gar nichts anfangen kann. In der kurzen Zeit kann ich einfach nicht abschalten und mich auf das Hörerlebnis einlassen. Nichtsdestotrotz rezensiere ich mittlerweile auch Hörbücher und bin immer wieder erstaunt, wie wenig eifrige Leser sich für diese Sparte interessieren. Ich selber höre ja am liebsten Kinder– und Jugendhörbücher und bewege mich damit nicht weit weg von den Genres, die ich normalerweise auch lese. Nahezu jedes meiner Bücher gibt es auch als Hörbuch und somit habe ich von meinen absoluten Lieblingen sogar beide Ausgaben zu Hause stehen.

Um diesen Vergleich hier zum Abschluss zu bringen, könnte ich natürlich mit Punkten wie diesen kommen:

  • ein Buch hat viel Gewicht
  • ein Hörbuch-Download wiegt nichts
  • je nach Anbieter ist ein Hörbuch sogar günstiger als ein Buch
  • aufs Vorlesen muss man sich einlassen können
  • fürs Lesen braucht man einen freien Kopf

Dennoch finde ich es gar nicht so einfach eine abschließende Entscheidung zum Thema Buch vs. Hörbuch zu fällen. Beides hat Vor- und Nachteile und ist vermutlich abhängig von den persönlichen Vorlieben. Für mich ist das Ganze definitiv situationsabhängig. Ich bin und bleibe Lesefuchs, nehme aber die Möglichkeit Hörbuch gerne in Situationen wahr, in denen es mir nicht möglich ist, meine Leseleidenschaft zu stillen.

Ich bin sehr gespannt darauf, wie ihr das seht. Seid ihr eher der Typ Buch oder Hörbuch?

Sara

***Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit audible entstanden

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