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[Rezension] Save me – Mona Kasten

Save me* | Autor: Mona Kasten | Serie: Maxton-Hall #1 | Seiten: 416 | Einband: Paperback | Erschienen am: 23.02.2018 | ISBN: 978-3-7363-0556-4 | Preis (D): 12,90€ | Verlag: LYX

 INHALT:

Sie kommen aus unterschiedlichen Welten. 
Und doch sind sie füreinander bestimmt. 
Geld, Glamour, Luxus, Macht — all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß — etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James — und ihr Herz — schon bald keine andere Wahl …
Quelle: Bastei Lübbe

COVER:

Das Cover sieht aus, als wäre es mit goldenem Glitzer verziert worden. Ansonsten ist es recht schlicht gehalten und wirkt sehr edel und elegant. Der Titel ist tastbar, da die Wörter eingestanzt bzw. ausgeprägt sind. Ich finde das Cover wirklich zauberhaft. Es ist eine Augenweide für jedes Bücherregal.

MEINE MEINUNG:

Endlich ein neues Mona-Kasten-Buch. Meine Vorfreude war natürlich riesig, auch wenn eine gewisse Portion Skepsis mitschwang, dass die Maxton-Hall-Reihe vielleicht nicht mit meiner heißgeliebten Again-Reihe mithalten könnte.
Inhaltlich klang das Buch dann aber schonmal gut. Klischeebehaftet, aber gut. James Beaufort stammt aus einer stinkreichen Familie und wird später einmal das Unternehmen erben. Er macht sich nichts aus Geld, Schule oder Studium und geht immer ziemlich gelassen an alles heran. Im Gegensatz zu Ruby, die für alles einen Plan und nur (mithilfe eines Stipendiums) auf die Maxton Hall geht, um ihre Chancen für einen Platz an der Oxford Universität zu verbessern. Aufgrund einer schon fast kindischen Aktion seitens James, kommen er und Ruby in Kontakt. Und aus anfänglicher Wut, Hass und Verzweiflung wird schnell mehr…
Der Schreibstil war wieder gewohnt flüssig und ich mochte es sehr, dass auch Save me aus zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist. Umso erstaunlicher war es also, dass mir der Einstieg in das Buch echt schwer gefallen ist und es eine gewisse Zeit gedauert hat, bis mich die Story mitreißen konnte. Doch dann gab es kein Halten mehr… Woran die Startschwierigkeiten gelegen haben, kann ich letztlich gar nicht sagen. Die Idee der Geschichte ist nichts Neues, aber dennoch gut. Die Protagonistin war sympathisch und das Setting toll gewählt. Daher denke ich, dass es mit dem Protagonisten James zu tun haben muss. In Monas anderen Büchern war ich nämlich quasi immer “schockverliebt” in die Protagonisten, während James mich überhaupt nicht vom Hocker gehauen hat.
Ich mochte seine Art nicht und fand ich sehr undurchsichtig. Sein Verhalten Ruby gegenüber war stellenweise einfach schrecklich unfair und hat selbst mir das Herz gebrochen. Doch als die Geschichte dann richtig in Fahrt kam und James endlich mal etwas emotionaler wurde, da konnte ich mich mit der ganzen Sache besser anfreunden.
Ruby hat mir dagegen besonders gut gefallen. Sie war so sympathisch, zielstrebig und ehrgeizig. Über ihren Planungswahnsinn musste ich echt schmunzeln und ich habe es geliebt, dass sie so am Boden geblieben ist und dabei stets so freundlich und hilfsbereit rüberkam. Besonders beeindruckt hat mich aber Rubys Einfluss auf James und was ihre Art alles aus ihm gemacht hat. Es war wunderbar, das mitzuerleben.
Etwas enttäuscht war ich dagegen von James Freunden. Ich fand sie allesamt schrecklich, was meiner Meinung nach nicht unbedingt die beste Voraussetzung ist.  Meist habe ich dennoch einen “Liebling” unter den nicht immer ganz einfachen Nebencharakteren. Aber nicht so hier. Ich konnte keinerlei Verbindung zu ihnen aufbauen und habe ehrlich etwas Bammel, wie sich das im nächsten Teil wohl entwickeln wird.
Dafür konnten Rubys Freundin Lin und ihre Schwester bei mir punkten. Ebenso hat mich Lydia, James Schwester, am Ende positiv überrascht zurückgelassen.
Der Handlungsverlauf war, wie schon angedeutet, ungewohnt schwierig für mich. Das Buch konnte mich in der ersten Hälfte nicht wirklich packen, hat dann aber, Gott sei Dank, an Tempo und Spannung zugelegt. Die Beziehung zwischen Ruby und James entwickelte sich eher schleichend und kaum ging es mal einen Schritt vor, wurden gleich zwei Schritte zurück gemacht. Zum Ende hin hat mich das Hin und Her zwischen den Beiden sogar etwas gestört. Die Ereignisse überschlugen sich, alles ging plötzlich ganz schnell und wenn ich ehrlich bin, hätte ich an Rubys Stelle James ein für alle Mal den Laufpass gegeben. Auch der finale Schicksalsschlag war für mich dann etwas zu viel des Guten. Ich finde ja, dass die Reihe mit James’ schwierigen Eltern schon genug Grundlage für eine komplizierte Story hat und das Spektakel nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Nichtsdestotrotz haben mich die wenigen, prickelnden und emotionalen Szenen zwischen Ruby und James letztlich doch ein Stück weit berühren und fesseln können, sodass ich nun wirklich gespannt bin auf die Fortsetzung.
Alles in allem hat mich Save me eher enttäuscht. Versteht mich nicht falsch: Das Buch ist definitiv gelungen! Aber vielleicht bin ich einfach mit zu hohen Erwartungen an diese neue Reihe herangegangen. Was ja nicht ist, kann ja noch werden.

BEWERTUNG:

Mit Save me ist der Autorin ein schöner Reihenauftakt gelungen, der für mich aber nicht mit den Büchern der Again-Reihe mithalten konnte. Letztlich hat mich die Geschichte zwischen Ruby und James aber dennoch faszinieren können, sodass ich mich schon auf den Erscheinungstermin von Save you freue.
3,5 / 5 Pfoten

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