[Rezension] Highschool Princess – Verlobt wider Willen – Annie Laine

Highschool Princess – Verlobt wider Willen* | Autor: Annie Laine | Seiten: 230 | Einband: eBook | Erschienen am: 01.03.18 | 978-3-646-60392-7 | Preis (D): 3,99€ | Verlag: Impress

INHALT:

**Wenn eine Prinzessin keine mehr sein will**
Die 17-jährige Prinzessin Sarafina ist es leid, das Leben einer Royal zu führen. Die hübschen Kleider, die königlichen Bälle, all das würde sie nur zu gern gegen ein normales Leben eintauschen. Als ihre Eltern jedoch beschließen sie mit einem Prinzen zu verloben, scheinen ihre Träume in weite Ferne zu rücken. Um wenigstens noch ein bisschen ihr Leben genießen zu können, nimmt die Prinzessin kurz entschlossen an einem Schüleraustausch in den USA teil. Doch so leicht, wie sie sich die Highschool vorgestellt hat, ist sie dann doch nicht, und das Inkognito-Leben erweist sich als höchst kompliziert. Sarafinas einziger Lichtblick ist Leo, der sie mit seinen intensiv grünen Augen von Beginn an verzaubert. Wie dumm, dass sie vor ihm verbergen muss, wer sie wirklich ist…
Quelle: Carlsen

COVER:

Das Cover ist von den Farben her sehr mädchenhaft gestaltet worden. Ich finde es passt auf jeden Fall zum Inhalt, ist aber zugleich auch etwas klischeebehaftet. Wenn ich an eine Prinzessin in der Highschool denke, habe auch genau so ein Bild vor Augen.

MEINE MEINUNG:

Vorab muss ich sagen, dass mich die Inhaltsangabe zum Buch umgehauen hat. Schon als Kinde mochte ich Filme wie “Plötzlich Prinzessin” und deswegen war ich mir sicher, dass ich dieses Buch lieben würde. Der Einstieg in die Geschichte ist mir dann auch wirklich leicht gefallen und ich mochte die anfänglichen Erklärungen, die mir ein besseres Bild von Sara und ihrer Stellung in ihrem Reich vermittelt haben. Wir halten uns zum Glück nicht lange im Palast auf, sondern finden uns recht schnell in Amerika im Hause der Gastfamilie wieder.
Dort blüht Sara förmlich auf. Fernab von der Heimat, die Hochzeit in den Hintergrund gedrängt, kann sie endlich ein normaler Teenager sein. Ich mochte sie echt gerne und konnte jeden einzelnen Gedankengang und auch ihre Einstellung zur arrangierten Hochzeit gut nachvollziehen.
Ebenso wie Sara, hat mir aber auch ihre beste Freundin Izzy gefallen, die einfach noch eine Spur lockerer und unbekümmerter herübergekommen ist.
Und während Saras Eltern recht kühl und distanziert auf mich gewirkt haben, hat dies ihre Gastfamilie und allen voran Mama Patty wieder wettgemacht.
Wäre da noch Leo. Leo und Sara begegnen sich gleich am ersten Tag in der Mensa und sind von dort an unzertrennlich. Man konnte schon merken, dass sich dort etwas anbahnt, allerdings finde ich die Beziehung der beiden im Nachhinein betrachtet recht unemotinal. Plötzlich wird von Verliebtsein gesprochen, ohne dass die beiden sich irgendwie näher gekommen sind oder Zeit zusammen verbracht haben. Mir fiel es daher wirklich schwer, die Bindung zwischen den beiden ernst zu nehmen.
Am Anfang hatte ich ja gesagt, ich sei mir sicher, dass ich das Buch lieben würde. Umso enttäuschter war ich also, als ich nach gerade einmal 50 Seiten schon das große Geheimnis, von dem man gar nicht wusste, dass es dies gibt, gelüftet hatte und demnach schon wusste, wie das Buch ausgehen würde. Normalerweise habe ich absolut kein Problem mit Spoilern. Und ich finde es auch nicht schlimm, wenn man weiß, wie das Buch wohl ausgehen wird. Aber in diesem Fall hat es mir doch die Spannung genommen. Das Ganze war meiner Meinung von Anfang bis Ende vorhersehbar und durch Unmengen an Anspielungen eigentlich kaum zu übersehen. Schade!
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne bis zum Ende verfolgt, da ich unbedingt erfahren wollte, wie es zum vorhergesehenen Ende kommen würde.
Daher kann ich nur sagen, dass mich das Buch leider nicht so überrascht und mitgerissen hat, wie erwartet. Es fehlte mir an Emotionen, denn nur zum Ende hin, konnten mich die Umstände etwas berühren. Auch die Spannung fehlte bis kurz vor Schluss gänzlich und inhaltlich war das Buch mir stellenweise einfach zu flach. Ich hätte mir in manchen Situationen mehr Tiefe gewünscht und kann demnach Aussagen aus der Inhaltsangabe wie Doch so leicht, wie sie sich die Highschool vorgestellt hat, ist sie dann doch nicht, und das Inkognito-Leben erweist sich als höchst kompliziert.” nicht unterstreichen. Meiner Erachtens wird Saras Leben an der Highschool kein bisschen kompliziert dargestellt, während auf ihre unglückliche Zukunftsaussichten in allen Einzelheiten eingegangen wird.
Auch wenn die Geschichte zuckersüß und irgendwie auch schön zu lesen war, hat mich das Gesamtergebnis eher enttäuscht. Ich hatte mir einfach anderes erwartet.

BEWERTUNG:

Das Buch lässt sich wunderbar weglesen, ist aber leider total vorhersehbar und inhaltlich recht oberflächlich. Wer Lust auf eine entspannte Story für zwischendurch hat, der sollte sich dieses Buch trotzdem genauer ansehen.

 

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