[Rezension] Perfekt ist jetzt – Tim Tharp

Autor: Tim Tharp
Seiten: 368
Erschienen am: 22.07.2016
Einband: Taschenbuch
ISBN: 978-3-423-71689-5
Preis: 9,95€
Verlag: dtv

Inhalt:

Wo Sutter auftaucht, herrscht super Stimmung. Er ist beliebt bei Jungs und Mädchen, macht aus allem das Beste, lebt voll und ganz im Hier und Jetzt.
Bisher ist er damit ganz gut gefahren. Auch mit dem Whiskey, mit dem er regelmäßig seine Limo verdünnt – beziehungsweise umgekehrt. Bis er eines Morgens in einem fremden Vorgarten aufwacht – ohne Auto, ohne Erinnerung, dafür mit einem Mädchen, das sich über ihn beugt. Das Mädchen ist so ganz anders als alle Freundinnen, die Sutter je hatte: unscheinbar, Typ Streberin. Sie braucht dringend Hilfe, findet Sutter – und übernimmt den Job mal schnell selbst …

Quelle: dtv

Cover:

Ich finde das Cover toll. Es ist mit Elementen aus dem Film gestaltet und wirkt total frisch und jugendlich.

Meine Meinung:

Der Schreibstil des Autors war stellenweise etwas ganz besonderes. Denn während das Buch aus der Sicht von Sutter geschrieben ist, spricht dieser den Leser des Buches immer wieder mal direkt an. Häufig im Zusammenhang mit den Themen Drogen, Alkohol, Zukunft, Liebe und ähnliches. Das Ganze hat natürlich Nachdruck und eine besonders intensive Wirkung auf mich gehabt.
Ansonsten ist der Schreibstil locker und jugendlich. Für mich stellenweisen ein klein wenig zu detailliert, aber das ist sicher Geschmackssache.
Einen besonderen Pluspunkt bekommt der Autor für die Art, wie er die Probleme und Emotionen von Sutter als doch schon komplizierteren Teenie zum Ausdruck bringt.
Auch wenn ich Sutters Lebensart nicht für empfehlenswert halte, kann ich ihn doch wirklich gut verstehen und habe seine Masche ziemlich schnell durchschauen können.
Sutter als Charakter fand ich am Anfang erst einmal schwierig, was aber vielleicht auch daran liegt, dass sein Leben aus Problemen, Alkohol, Party und Stress mit den Eltern besteht und sich damit von meinem doch gewaltig unterscheidet.
Auch wenn ich Sutters täglichen Alkoholkonsum doch bedenkenswert fand, konnte mich aber seine Weltanschauung durch den Alkohol doch ziemlich gut unterhalten. Ein bisschen gestört hat mich, dass dort niemand eingegriffen hat. Auch das Sutter ständig Alkohol trinkt und dann Auto fährt oder sogar beim Fahren trinkt fand ich ganz schrecklich und sogar ein wenig abschreckend.
Im Verlauf der Geschichte hat mir Sutter dann aber immer besser gefallen, denn er hat doch ziemlichen Tiefgang. Wenn er wollte, könnte er ein ganz andere Typ sein. Sutter hat mich mit seinem reinem Herz und seiner Art am Ende doch überzeugt.
Aimee hat mir ebenfalls gefallen. Besonders toll fand ich, dass Sutter der selber ja auch ein wenig Probleme mit seinem Selbstwertgefühl hat aus Aimee eine so selbstbewusste Person gemacht hat. Schade fand ich es, dass Aimee sich so sehr von Sutter hat beeinflussen lassen. Manchmal hatte ich Angst, dass sie genauso wird wie er. Dabei habe ich sie um ihre guten Noten und ihre Zukunftspläne, die sie sicher auch erreichen wird, wirklich bewundert.
Die Beziehung zwischen den beiden fand ich am Anfang etwas kompliziert und nicht wirklich emotional. Am Ende sehe ich das anders. Ich glaube Sutter weis doch was Liebe ist.
Der Verlauf der Geschichte hat mir gut gefallen. In der Mitte war es teilweise ein wenig langatmig, aber die Hoffnung am Ende einen neuen Sutter vor mir zu sehen hat mich voran getrieben.
Leider wurde ich aber was dies betrifft enttäuscht. Daher hat mir das Ende nicht so gut gefallen. Nach dem langen Hinarbeiten habe ich einfach ein wenig mehr erwartet.
Denn der Autor hat wahnsinnig tolle Ansätze hervorgebracht.

Abschließend kann ich sagen, dass das Buch stellenweise zwar langatmig aber doch sehr tiefsinnig war und dabei wichtige Teenager-Themen angesprochen hat. Der Autor hat gekonnt dargestellt, dass nicht immer als rosig verläuft, mit was für Problemen manche Jugendliche zu kämpfen haben und was für Ängste sie verfolgen.

Bewertung:

Ein wirklich interessantes Buch. Aufgrund der Kritikpunkte reicht es leider nicht für die volle Punktzahl. Auf jeden Fall möchte ich mir den Film nun gerne ansehen, da ich total gespannt bin ob Sutter auch dort so extrem dargestellt wird.

 

 

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Lottasbuecher

    Ich habe schon so oft überlegt dieses Buch mal zu lesen und ich finde, dass ich das wirklich mal in Angriff nehmen sollte. Danke, dass du mich nochmal daran erinnert hast. Ich habe mir deswegen bisher auch verkniffen den Film zu gucken. ^^

    Liebst, Lotta

Schreiben Sie einen Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu